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Stadtführung Bischofsheim 18.05.2019

Am 18. Mai 2019 führte die Arbeitsgruppe Geschichte und Denkmalpflege des Rhönklub Zweigvereins Gersfeld eine geführte Stadtbesichtigung unserer Nachbarstadt Bischofsheim an der Rhön durch.
Es wurde im Rhönboten über die Führung informiert. Insgesamt waren 15 Teilnehmer erschienen.
Nach einer kurzen Begrüßung durch Jan Gutermuth übernahm der Stadtführer Frank Dickas. Zu Beginn informierte er uns über die Frühgeschichte der Stadt mit ihrer Gründung im 8 Jahrhundert und die Namensgebung im Zuge der Christianisierung der Iro-Schottischen Mönche unter Bonifatius. Aktuell verfügt der Kernort über etwa 2000 Einwohner.
Zum Beginn der eigentlichen Stadtführung wurden uns Stadtturm und (ehemaliges) Amtsgericht erläutert. Die Besonderheit des Bischofsheimer Stadtturmes liegt unter anderem in einer geteilten Eigentümerschaft zwischen Stadt und Kirchengemeinde. Das Amtsgericht besticht durch eine einzigartige freitragende Sandsteintreppe.
Danach besichtigten wir die 1607 erbeute Kirche St. Georg und erhielten ausführliche Erläuterungen zur Baugeschichte, aber auch zu neueren Bischofsheimer Begebenheiten. Daraufhin überquerten wir den Marktplatz und konnten die besonderen gusseisernen Brunnen und die Stadtmaße (Elle, Fuß und Getreidemaß) bestaunen.
Anhand des Gasthauses „Zum Goldenen Löwen“ (ehemals die Post) erläuterte uns Herr Dickas zum einen die Geschichte des 30jährigen Krieges mit all ihren schrecklichen Konsequenzen für Bischofsheim und die Region, aber auch das Bischofsheim heute über 13 Gasthäuser verfügt.
Eine weitere Besonderheit des heutigen Bischofsheims ist die christlich orthodoxe Kirche die in der gesamten Region einzigartig ist und Gläubige aus einem weiten Umkreis zu ihren Gottesdiensten und Orgelkonzerten anzieht.
Schließlich konnten wir noch die ehemaligen Stadtgrenzen mit Mauern und angrenzenden Gärten sehen. Die Gartenanlagen am Rand der ehemaligen Stadtbefestigungen erleben in der letzten Zeit nach einem längeren Niedergang wieder eine Renaissance.
Zum Ende der Führung wurde uns noch die Mühlen- und Färbergeschichte der Stadt erläutert, die heute praktisch nur noch in Namensbezeichnung zu erkennen ist.
Nach der Verabschiedung durch Herrn Dickas wurde uns auf Wunsch noch der Zugang zum Stadtturm ermöglicht und ein Teil der Gruppe konnte zum Abschluss noch den Blick über die Bischofsheimer Dächer genießen.
gez. Jan Gutermuth

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