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Hochrhöntour am 30.06.2019
Schon um 8 Uhr trafen wir uns am Marktplatz in Gersfeld. Es waren für diesen Tag, auch für die Hochrhön, außergewöhnliche Temperaturen von um 30 Grad Celsius angekündigt. Daher war es eine angenehme Überraschung, dass 11 Frauen und Männer mitwandern wollten.
In Fahrgemeinschaften fuhren wir zum Wanderparkplatz Schornhecke, nahe der Hochrhönstraße um die Tour doch im Uhrzeigersinn zu laufen, um in der Nachmittagshitze, eine zweite, längere Einkehr im Schatten des Basaltsees machen zu können, ging es auf einem Schotterweg los. Wir hatten Hut oder Mütze auf dem Kopf und viel Wasser im Rucksack.
Zu Beginn des Weges konnten wir weit in Richtung Kuppenrh�n schauen. Wasserkuppe, Schafstein, Milseburg schienen zum Greifen nah. Der Himmel war wolkenlos und azurblau. Bald liefen wir auf Wiesen- und Waldwegen. Nach Passieren eines Waldst�cks lagen die offenen Fernen vor uns und eine k�hle Brise wehte wohltuend �ber die Hochrh�n.
Unter einem gro�en Baum machten wir eine l�ngere Trinkpause, sa�en auf dem Boden oder einer neuen riesigen Sinnesliege. Wir sahen in Richtung Osten den Th�ringer Wald, sogar den Gro�en Inselsberg. Allerdings vermissten wir auf der Panoramatafel die Angabe zu den H�hen der dort abgebildeten Berge.
Der Weg f�hrte weiter bergab, querte den Oberelsbacher Graben und nach einem kurzen Abstecher zum �Feendeich�, einem kleinen versteckten Wasserfall, erreichten wir gut gelaunt, sehr durstig und etwas hungrig die Th�ringer H�tte zu einer ersten Einkehr.
M�de nach dem guten Essen gingen wir tr�ge zuerst steil bergauf und weiter auf Wiesen- und Waldwegen Richtung Basaltsee. Wir waren dankbar f�r jedes St�ckchen im Schatten.
Am Basaltsee hatten die meisten Lust auf Kaffee und Kuchen. So pausierten wir dort gem�tlich eine gute Stunde lang. Auf dem letzten Wegabschnitt hinauf zum Heidelstein war es, au�er zu den Trinkpausen unter schattenspendenden B�umen, hei� und still. Mit Hilfe einiger Pflanzenkundigen entdeckten wir besonders sch�ne und seltene Pflanzen, wie die Wei�e Waldhyazinthe und den T�rkenbund.
Am Rh�nklub-Ehrenmal erfuhren wir etwas �ber das Gitter-Kreuz und seine unr�hmliche Bedeutung, ehemals Teil der Grenzbefestigungsanlagen der innerdeutschen Grenze gewesen zu sein, sowie �ber die besonderen B�nke des Rh�nklubs Gersfeld.
Wir liefen noch einige Meter bergab. Mit roten K�pfen, Schwei�perlen auf der Stirn und mit auf dem R�cken klebenden Hemden und Blusen, beendeten wir diese besonders sch�ne Rundtour am Parkplatz.
Wanderstrecke 15 km.
Text: Karola Ferchland
Bilder: Karola Ferchland, Margit Trittin

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