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Bericht zum vorweihnachtlichen Klubnachmittag 2015

Wie in jedem Jahr hatte der Rhönklub-Zweigverein-Gersfeld alle Mitglieder und Freunde des Vereins zu einem vorweihnachtlichen Klubnachmittag am Freitag, dem 11. Dezember 2015 eingeladen.
Schon zum dritten Mal fand diese vorweihnachtliche Zusammenkunft in der Gaststätte des Wildparks in Gersfeld statt. Trotz des trüben und regnerischen Wetters begaben sich drei unermüdliche Wanderer gemeinsam mit dem Wanderwart Schorsch Fischer vom Marktplatz Gersfeld aus auf den Weg. Und wie es sich für gestandene Wanderer gehört, waren sie angemessen gekleidet und kamen wohlbehalten an. In der weihnachtlich geschmückten und angenehm warmen Gaststube wurden sie von 35 Gästen, die einen fahrbaren und überdachten Untersatz bevorzugten, herzlich empfangen.
Nach einem kurzen Willkommensgruß der Kulturwartin, Sieglinde Böllert-Abel, wurde von Doris Lenger das Weihnachtslied: „Kling, Glöckchen, klingeling…“ angestimmt, das die monatlich stattfindende Singgruppe des Vereins zur Begrüßung ausgesucht hatte.
„Erlaben“ konnte man sich in Anlehnung an das vorangegangene Lied tatsächlich beim anschließenden gemeinsamen Kaffeetrinken an dem von der Wirtin, Manuela Henkel, selbst gebackenen Kuchen und allerlei weihnachtlichen Leckereien.
Für viel Fröhlichkeit sorgte der Beitrag von Gerhard Ufholz, der auf seine unnachahmliche und großartige Weise die Geschichte Karl Heinrich Waggerls von dem störrischen Esel und der süßen Distel in Gersfelder Mundart vortrug. Bereits seine einführenden Worte, dass nämlich die Rhöner Art durchaus „störrische“ Elemente habe, und nicht zuletzt die Distel ein Rhöner Markenzeichen sei, ließen die Anwesenden schmunzeln. Als besondere „Gabe“ erhielten die Anwesenden einen Abdruck der Geschichte sowohl in hochdeutsch als auch in Gersfelder Mundart. Wie schwierig es ist, gesprochene Mundart zu verschriftlichen, führte Herr Ufholz auf sehr erheiternde Weise aus, und wies dabei mit humorvollen Beispielen auf die kleinen aber wichtigen Unterschiede bei der Aussprache von Vokalen hin. Am Ende der Geschichte, nachdem die Distel dem Esel entgegen allen Erwartungen süß und köstlich schmeckte „laad ha sei lange Oënn oodaëchdich üwer sich desomme, bås bei em Esel so vill bedöüdd, bi bann onserains die Hann fålld, on hadd es äëschdemå on damm Tåg gud Loune“. An jedem dritten Dienstag im Monat, wenn sich der Mundartstammtisch des Rhönklubs trifft, herrscht ebenfalls immer „gude Loune“ in der Pension Simon.
Einer der Höhepunkte des vorweihnachtlichen Klubnachmittags ist die alljährliche, traditionelle Ausgabe der Wandernadeln durch den Wanderwart Schorsch Fischer. Es wurden 34 Wandernadeln ausgegeben, die Wandernadeln Nummer 1 erhielten die Mitwanderer Gertrud Stumpf und Hedwig Weber und die Wandernadel Nummer 41 der stellvertretende Vorsitzende Berthold Krönung.
Die Vorstandsvorsitzende, Margit Trittin, bedankte sich bei allen aktiven Mitgliedern für ihren Einsatz in der Vereinsarbeit. In diesem Zusammenhang wies sie auf die Notwendigkeit vieler helfender Hände im kommenden Jahr bei der im Juli 2016 stattfindenden Jahreshauptversammlung des Gesamtrhönklubs in Gersfeld hin. Allen Anwesenden wünschte sie frohe Weihnachtstage und alles Gute für das Jahr 2016.
Mit dem gemeinsamen Lied „O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit“ klang der gesellige Nachmittag bei „gude Loune“ aus.

Text: Kulturwartin Sieglinde Böllert-Abel
Bilder: Georg Fischer



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