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Grillabend in Rodenbach am Freitag den 11.09.2015

Am Freitag, dem 11. September, einem freundlichen Spätsommertag, fand auch in diesem Jahr der Grillabend im Bürgerhaus in Rodenbach statt. „Iegeloade“ waren alle Mitglieder des Zweigvereins Gersfeld und 36 Personen kamen, wovon einige, geführt vom Wanderwart Georg Fischer, vom Gersfelder Marktplatz nach Rodenbach wanderten.
Dass die Steaks und Würstchen wieder allen schmeckten, dafür sorgten die beiden bewährten Grillmeister Reinhold Giesel und Ernst Maier. Zum Gegrillten gab es eine große Auswahl wohlschmeckender selbstgemachter Salate und köstliche Nachspeisen. Neben den anderen leckeren süßen Sachen zerging die Mousse au Chocolat wie immer auf der Zunge. Es wurde sogar Blumentopferde als Dessert verspeist. Jetzt sollte aber niemand auf den Gedanken kommen es hätte so wenig zum Essen gegeben, dass man Blumentopferde essen musste. Wer diese herrliche Süßspeise und die Art ihrer Präsentation nicht kannte, war zugegebenermaßen erst einmal verwirrt, wer sich dann aber traute, einen Löffel davon zu kosten, wurde durch den wunderbaren Geschmack belohnt.

Langweilig wurde es an diesem frühen Abend nicht, denn vier Mundartbeiträge sorgten für allerhand Kurzweil. Zusammengestellt und vorgetragen wurden sie von einigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Mundartstammtisches, der sich einmal im Monat in der Pension Simon in Gersfeld trifft.
Helga Then brachte uns in Fuldisch die Beliebtheit von „Broadkardoffel“ näher, wie folgender Auszug aus dem Vortrag zeigt: „Doch Broadkartoffel uis der Pann verkimmelste dei Läwe lang! Bann’s sei moss, zwämoa jeden Doag! On henge druff dann nooch n‘ Schloag! See schmäcke dir nur eimoa goot: vom Keendesalter bis zum Dot!“ Und zu all dem guten Essen gab‘s tatsächlich „henge druff dann nooch Broadkardoffel“ von Helga Then selbst zubereitet.
Aber nicht genug, Elfriede Schleicher bot in echtem Gersfelder Platt dar, zu welchen Schwierigkeiten es im Zusammenhang mit dem Verzehren von „Woarschtebrüh“ kommen kann und hatte die Lacher auf ihrer Seite. Die zu diesem Vortrag angebotene Schlachtplatte wurde jedoch nicht ganz aufgegessen, denn alle Anwesenden waren inzwischen schon ziemlich satt. „Quätschekuche“ reichte Ida Connor zu ihrem Beitrag „Quätscheziet“. Der Beitrag erinnerte an Streiche in der Jugendzeit „Nämlich fier dee beese Jonge, bee ich änner senn gewäst“. Einem „Schnippelsche“ von dem guten Kuchen konnten einige nicht widerstehen. Als jeder auf seine Art gespeist hatte und alle Teller leer gegessen waren, gab es noch einen kurzweiligen Beitrag von Brigitte Gutermuth und Ernst Storch mit Hinweisen, auf was ein Rhöner Urgestein achten muss, wenn es bei feinen Leuten zum Essen eingeladen ist. Da gab es solche Ermahnungen von der Ehefrau wie: „Mach’s Muil scheeh zoo, on hall dinn Schnoabel, solang en halwe Kluurs noch drenn“. Die guten Ratschläge führten allerdings zu folgender Aussage des Ehemannes: „…Doa mir e Pann Kardoffel broade, banns gett mit Spääck. – Ich blinn derhei“. Die Gersfelder Rhönklubmitglieder, das beweist die seit einigen Jahren nahezu gleiche Anzahl von Personen, würden sich von solchen Ermahnungen jedoch niemals abhalten lassen, am Grillabend teilzunehmen.

Den Sonnenuntergang, sehr eindrucksvoll auf dem Bild von Georg Fischer festgehalten, wollten sich, wie in jedem Jahr, einige Unermüdliche nicht entgehen lassen und verbanden diesen Anblick mit einem „Verdauungsspaziergang“ zum Rodenbacher Küppel.
Beim gemütlichen Beisammensein - wenn Rhönklubmitglieder des Zweigvereins Gersfeld zusammensitzen, gibt es immer viel zu erzählen - fand der abwechslungsreiche Grillabend seinen Ausklang.
Einen ganz herzlichen Dank an unsere Kulturwartin Sieglinde Böllert-Abel und Ihrem Mann Gerold für die Organisation des Grillabend, sowie allen Helfern und Spendern.

Text: Kulturwartin Sieglinde Böllert-Abel
Bilder: Georg Fischer

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